Am Samstag, den 5. Juni 2004 wird Gary Carter, Erfinder des TV-Unterhaltungsformates "Big Brother" im Rahmen des Universitätslehrganges Qualitätsjournalismus an der Donau-Universität Krems eine Vorlesung halten. In seinem "Workshop on Presence in Negotiation and Interview" - so der Titel seiner Vorlesung – wird sich Carter unter anderem der Frage widmen, wie Darsteller bzw. Schauspieler in den sogenannten "neuen" oder interaktiven Medien Präsenz aufbauen können.

Gary Carter wurde 1961 in Zimbabwe geboren und arbeitete bis 1986 als Schauspieler und Regisseur in Südafrika. Nach seiner Deportation aus politischen Gründen 1986 war er als Choreograf und Schriftsteller in England tätig. Er arbeitete auch bei Bob Geldofs Produktionsfirma "Planet 24" und konzipierte dort unter anderem "Survivor". Bis 1998 war Carter dann als Executive Director bei Endemol, Europas größter unabhängiger Mediengruppe tätig, wo er die Konzeption von "Big Brother" und der "Millionenshow" entwickelte.

Auch das vor einigen Tagen von RTL gekaufte Unterhaltungsformat "Die Farm", wo Leute ohne Elektrizität und anderer moderner Errungenschaften auf einem Bauernhof auskommen müssen, stammt von Gary Carter. "The Farm" war 2003 in den Niederlanden eine der erfolgreichsten TV-Serien. 2002 gründete Carter seine eigene Firma mit dem Namen "Field Media Practice", wo er große TV-Produktionsfirmen – unter anderem RTL in Deutschland oder Freemantle Media in London – berät. (sku)