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Foto: REUTERS/Pawel Kopczynski
Im Rahmen seiner "Get the facts" -Kampagne hat Microsoft eine neue Studie präsentiert, die eine Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen bei Windows- und Linux-Servern liefert.

Keine wesentlichen Kostenunterschiede

Die von Microsoft beauftragte Beraterfirma Bearingpoint hat in der Studie "Server Operating System Licensing & Support Cost Comparision" ausschließlich die Lizenz- und Supportkosten bei Servern untersucht. Verglichen wurden die Kosten von Windows Server 2003, Red Hat Enterprise Linux 3 und Novell/Suse Linux 8 über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Berater kamen zu dem Ergebnis, dass sich keine wesentlichen Kostenunterschiede zwischen diesen Produkten finden lassen und die Unternehmen ihre Entscheidung über die eingesetzte Software am besten nach den gebotenen Zusatzwerten tätogen sollten. Hier wiederum sieht die Studie Microsoft im Plus.

Die Zusatzwerte

Die Berater sehen Vorteile für Microsoft in den zusätzlichen Werten - wie etwa technischer Support, Produktivitätsvorteile einzelner Angebote und die Installationskosten. Als Plus für Windows werden etwa die Windows Server Management Services, eine freie Zugabe für den Windows Server 2003, gesehen. Im Gegensatz dazu werden Red Carpet Enterprise bei Novell/Suse und das Network Management Module von Red Hat als Software gerechnet, für die eine von den Analysten geschätzte jährliche Lizenzgebühr zu entrichten ist.

Zwei Szenarien

Bearingpoint ist bei seinen Untersuchungen von zwei verschiedenen Einsatzszenarien ausgegangen, die eine typische US-Firma und einen typischen Investitionszyklus von fünf Jahren abbilden sollen. Besonders schwierig war ein Vergleich der Supportkosten, da alle Anbieter unterschiedliche Berechnungen durchführen. Die Analysten versuchten ein vergleichbares Modell zu mitteln und errechneten so etwa einen durchschnittlichen Preis für einen begrenzten Support bei Red Hat. Red Hat mit seinem angebotenen telefonischen 24/7-Support für alle Server und einer astronomisch hohen Support-Gebühr hat sich, laut den Autoren der Studie, aus dem Vergleich katapultiert. Während die Berater bei Red Hat und Novell mit jährlichen Linzenzkosten gerechnet haben, wurden diese Kosten bei Microsoft nur in den ersten drei Jahren voll durchgerechnet - danach greife das kostengünstigere Software Assurance Program. Vertreter von Red Hat und Novell/SuSe haben gegen diese Art der Verbilligung bereits Protest eingelegt.(red)