Eine längere Betriebssperre nach dem Bootsunglück in der Seegrotte von Hinterbrühl unweit Wien könnte die Betreibergesellschaft sehr wohl in größere wirtschaftliche Schwierigkeiten stürzen. "Bei einer Sperre über eine Woche wird's kritisch", sagte Unternehmenssprecher Christian Kloibhofer am Dienstag zur APA. Denn trotz des derzeitigen Einnahmenentgangs - bei durchschnittlich 70 Besuchern knapp 400 Euro täglich - müssen die Gehälter der sieben angestellten Grotten-Führer weiter bezahlt werden.

Angeschlagenes Image

Bisher habe sich der Schaden auf Grund der Vorsaison in Grenzen gehalten. Doch ein angeschlagenes Image bei der anlaufenden Hauptsaison könnte sich negativ auf die Umsatzzahlen auswirken. "Die Veranstalter werden andere Orte im Umland von Wien anfahren", befürchtet Kloibhofer mittelfristige Folgeschäden. Und sei die Seegrotte erst einmal von der Liste der Ziele gestrichen, dann bedürfe es eines großen Aufwands, wieder regelmäßig angefahren zu werden.

Die Seegrotte Hinterbrühl zählt zu den zehn beliebtesten und meistbesuchten Ausflugszielen in Niederösterreich. (APA)