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Museales Stelldichein des Nationalteams: hinten v.l.n.r Harald Berger, Christoph Kerschbaum, Paul Kasis, Markus Eibegger; vorne v.l.n.r Christian Pfannberger, Oliver Bierbaumer Werner Faltheiner.

Foto: APA/Pfarrhofer

Wien - Im Wiener Museum Moderner Kunst posierten die Mitglieder des ÖRV-Nationalteams am Dienstag vor Picassos "Sitzender Frau mit grünem Schal", ab Montag sitzen Gerhard Trampusch, Christian Pfannberger und Co. bei der Wiesbauer-Tour, dem heimischen Saisonhöhepunkt, selbst. Aber im Rennsattel. Gecoacht wird das Septett nach dem Vertragsende von Bundestrainer Günther Lux erstmals von Franz Hartl. "Trampusch wird unser Kapitän sein, wir haben in diesem illustren Feld nichts zu verlieren", erklärte der Teamchef, der auch das Olympia-Aufgebot führen wird.

Trampusch fährt für Gesamtwertung

Trampusch, der am Mittwoch noch in Spanien im Einsatz ist und deshalb bei der Team-Präsentation fehlte, soll nach starker erster Giro-Hälfte eine gute Platzierung in der Gesamtwertung erreichen. Pfannberger und Paul Kasis peilen Spitzenplätze auf den Etappen an. "Ich bin froh, dass Trampusch fährt und der Druck nicht auf mir allein liegt. Ich möchte auf einer Etappe vorne sein", sagte der Steirer Pfannberger, der nach zwei schweren Verletzungen im Vorjahr schon ans Aufhören gedacht hatte.

Von den vor Monatsfrist angekündigten zehn oder elf Sportgruppen der ersten Division werden zwar nur sechs am Start stehen; sie und die vier der zweiten Division haben aber einige große Namen in ihren Reihen. Unter den insgesamt 19 Teams der 56. Österreich-Rundfahrt sind auch alle fünf heimischen Sportgruppen (Elk Schrems, Volksbank Vorarlberg, Hervis Linz, Resch & Frisch Wels, Corratec Graz).

Cunego vielleicht, Savoldelli sicher dabei

Hinter dem Antreten des Topstars steht aber noch ein Fragezeichen. Damiano Cunego, frisch gebackener Gewinner des Giro d'Italia, erst am Wochenende endgültig über sein Antreten entscheiden. Saeco-Teamkollege Gerrit Glomser, Sieger der Österreich-Rundfahrt 2002 und 2003, fehlt diesmal. Für den Salzburger hat die Tour de Suisse (ab 13.6.) als Vorbereitungsbewerb auf die Tour de France Vorrang.

Zumindest ein Giro-Sieger wird aber in Salzburg zur ersten der sieben Etappen am Start stehen. Paolo Savoldelli, Gewinner 2002, kommt nach einer Mitte April erlittenen Sturzverletzung mit dem Team T-Mobile. Ex-Rundfahrtsieger Cadel Evans aus Australien, der Ukrainer Jaroslaw Popowitsch (Team Landbouwkrediet), heuer Fünfter des Giro, und Sprint-Kanone Robie McEwen (AUS) sind weitere internationale Spitzenkräfte im Feld.

Zwei Etappen live

Der ORF wird heuer zwei Etappen live übertragen: Den zweiten Abschnitt am Dienstag (8.6.) auf das Kitzbühler Horn (13:03-15:10 in ORF 1) und das letzte Teilstück am Sonntag (13.6.) auf der Wiener Ringstraße (12:55-16:00 in ORF 1). An den ersten sechs Tagen gibt es jeweils abends halbstündige Berichte in ORF 1. (APA)

  • Aufgebot des Österreichischen Nationalteams: Gerhard Trampusch (Acqua e Sapone/Tirol/25 Jahre), Harald Berger (Volksbank Vorarlberg/Tirol/20), Markus Eibegger (Rapso Knittelfeld/Steiermark/18), Werner Faltheiner (Corratec Graz/Kärnten/29), Paul Kasis (Sky Plastic Völkermarkt/OÖ/27), Christoph Kerschbaum (Sky Plastic Völkermarkt/Kärnten/27), Christian Pfannberger (ZVVZ ed'System/Steiermark/24).