Paris - Der Weltverband der Tageszeitungen ("World Association of Newspapers", WAN) und der internationale Herausgeberverband "World Editors Forum" (WEF) haben den montenegrinischen Regierungschef Milo Djukanovic aufgefordert, alles zu unternehmen, damit die Ermordung des Journalisten Dusko Jovanovic (40) zur Gänze aufgeklärt werde. In einem gemeinsamen Schreiben an den Regierungschef heißt es am Dienstag laut Aussendung u.a.: "Wir bitten Sie dringend, alles Mögliche zu unternehmen, um ein Ambiente zu schaffen, in welchem Journalisten in der Lage sind, ihre Pflichten ohne Angst vor Gewalt auszuüben."

Jovanovic war Chefredakteur des regierungskritischen Blattes "Dan", als er am 28. Mai vor seinem Büro in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica ermordet wurde.

Der WAN ist eine in Paris ansässige Organisation und tritt, ähnlich wie Reporter ohne Grenzen (RSF), weltweit für die Durchsetzung der Pressefreiheit ein. Er vertritt zirka 18.000 Zeitungen; ihr gehören außerdem zudem 72 nationale Zeitungsverbände sowie 13 Nachrichtenagenturen an. Das WEF ist die Herausgeberorganisation innerhalb des WAN. (APA)