Washington - Das amerikanische Heimatschutzministerium verschärft die biometrische Überwachung der Ein- und Ausreise von Besuchern. Sie sprach einem Konsortium unter Führung der Technologiefirma Accenture am Dienstag einen Auftrag über bis zu zehn Milliarden Dollar zu. Die Gruppe mit dem Namen "Smart Border Alliance" will das bereits an gut 100 Flughäfen eingeführte System zur Erfassung und Überprüfung von Besuchern verbessern und auf die Kontrollposten an den Landesgrenzen ausweiten.

Dabei werden von Einreisenden Fotos gemacht und digitale Fingerabdrücke genommen. Bisher gilt das nur für Besucher, die mit Visum in die USA einreisen. 27 Länder sind davon ausgenommen. Auch Besucher aus diesen Ländern werden allerdings ab Herbst fotografiert und müssen Fingerabdrücke abgeben.

Nach einem US-Gesetz müssen diese biometrischen Kontrollen bis Ende des Jahres auch an den Landesgrenzen eingeführt werden. Dort reisen jedes Jahr mehr als 300 Millionen Amerikaner und Ausländer ein. Um den Auftrag hatten sich auch Lockheed Martin und die Computer Sciences Corp beworben. Der Vertragsumfang und die Dauer sind noch offen. Das Ministerium schätzt die Kosten auf bis zu zehn Milliarden Dollar. (APA/dpa)