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Österreichs größter Stahlkonzern voestalpine zahlt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2003/04, das einen Rekordumsatz und unterm Strich den zweithöchsten Jahresüberschuss in der Unternehmensgeschichte bescherte, eine um ein Drittel angehobene Dividende.

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Linz/Wien - Österreichs größter Stahlkonzern voestalpine zahlt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2003/04 (per Ende März), das einen Rekordumsatz und unterm Strich den zweithöchsten Jahresüberschuss in der Unternehmensgeschichte bescherte, eine um ein Drittel angehobene Dividende. Wie die Voest am Mittwoch in den Unterlagen zu ihrer Bilanzpressekonferenz ankündigte, werden der Hauptversammlung am 1. Juli 1,60 (2002/03: 1,20) Euro pro Aktie vorgeschlagen. Dabei wird zu der von 1,20 auf 1,25 Euro erhöhten Basisdividende ein Bonus von 35 Cent zugezahlt.

Der Netto-Gewinn des börsenotierten Linzer Unternehmens stieg 2003/04 um 70,9 Prozent von 78,0 auf 133,3 Mio. Euro. Begründet wurde der Anstieg, der die Schätzungen heimischer Analysten (Konsens: plus 57 Prozent) übertraf, mit einem höheren Betriebserfolg (Ebit), einem niedrigeren Zinssaldo (bedingt durch die geringere Nettofinanzverschuldung) sowie mit einem Buchgewinn aus dem im vergangenen Frühjahr erfolgten Verkauf des 19,05-prozentigen VA Tech-Anteils an eine Investorengruppe um den Industriellen Mirko Kovats, dem im Vorjahr ein Abwertungsbedarf von 39,6 Mio. Euro vor Steuern entgegengestanden war. Den Gewinn pro Aktie bezifferte voestalpine mit 3,38 (Vorjahr 1,99) Euro.

Rekordumsatz

Bei den Umsätzen legte der oberösterreichische Großkonzern, der in vier Geschäftssparten - Stahl, Motion (Autozulieferung), Bahnsysteme und Profilform - tätig ist, gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent von 4,39 Mrd. Euro auf einen neuen Rekordwert - 4,65 Milliarden - zu. Wie dazu erklärt wurde, sei dieses Wachstum im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Jahren nicht primär auf Firmenkäufe zurückzuführen, sondern vor allem auf organisches Wachstum.

Ausgenommen ist hier die Division Bahnsysteme (Schienen/Weichen), die ihren Umsatz dank der Vollkonsolidierung der VAE-Gruppe und der niederländischen Railpro B.V. um 4 Prozent steigerte. Die Division Stahl kam 2003/04 auf ein Umsatzplus von 11 Prozent, die Division Profilform wies eine Steigerung um knapp 8 Prozent aus. Im Kfz-Zuliefergeschäft verzeichnete die voestalpine - im unmittelbaren Vergleich der Jahresperiode April 2003 bis März 2004 mit den analogen zwölf Monaten des vorherigen Geschäftsjahres - einen Anstieg um 15 Prozent.

Autozuliefergeschäft als Umsatzmotor

Vom Gesamtumsatz entfällt mittlerweile knapp ein Drittel auf die Autozuliefersparte Motion. Die Exportquote des Konzerns belief sich auf 81 Prozent. Mit Abstand wichtigster Markt war für die Voest nach wie vor die EU-15, in der 79 Prozent des Konzernumsatzes generiert wurden. Die Umsätze mit den Ländern Osteuropas betrugen 285 Mio. Euro.

Seit 1998 hat voestalpine 15 Firmen oder wesentliche Beteiligungen - ausschließlich in den Bereichen Entwicklung, Verarbeitung und Service - zugekauft. Diese Gesellschaften haben im Geschäftsjahr 2003/04 zum Gesamtumsatz mit rund 1,5 Mrd. Euro beigetragen. (APA)