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Foto: REUTERS/Reinhard Krause
Das Internet wird offenbar immer mehr zum Schauplatz für rassistische und verhetzende Aufrufe: Wie die Content-Filtering-Firma "SurfControl" am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, ist die Zahl der von ihnen beobachteten Websites, die die Diskriminierung von Moslems, Juden, Afroamerikanern, Amerikanern, Homosexuellen oder Gewaltdarstellungen zum Inhalt haben, seit Jänner um 26 Prozent angestiegen. Verglichen mit dem Jahr 2000 habe sich die Summe sogar vervierfacht.

Seit April 11.000 einschlägige Seiten

Langfristig betrachtet erscheint die Steigerung gravierend: Zählte "SurfControl" vor vier Jahren noch 2.756 Websites, auf denen Hass und Gewalt verherrlicht werden, waren es im April bereits rund 11.000. Unter den gefilterten Seiten befanden sich auch allerhand Skurriles, wie die Firma berichtete: Ein Beispiel ist eine Online-Partnerbörse für rassistische Singles, über die die "Überlegenheit der weißen Rasse" propagiert werden soll.

Irak und "Die Passion Christi"

Laut den Beobachtungen von "SurfControl" könnten Ereignisse wie der Irak-Krieg oder der Film "Die Passion Christi" für die steigende Anzahl der politisch oder religiös motivierten Internetseiten verantwortlich sein. Einige Seiten würden beispielsweise den vieldiskutierten Film Mel Gibsons zum Anlass nehmen, um den Hass auf nichtchristliche Religionsgemeinschaften zu schüren. Auch islamische Websites würden immer weiter verbreitet, so "SurfControl".(APA/red)