Paris - Frankreich hat am Dienstag vier Unternehmen die Genehmigung zu acht Freilandversuchen mit gentechnisch verändertem Mais erteilt. Damit werde es in diesem Jahr 61 Gentechnik-Feldversuche im französischen Mutterland geben, teilte das Agrarministerium in Paris mit. Zehn weitere Zulassungen werden voraussichtlich nicht genutzt. Die Genehmigung erfolgte gegen den Widerstand von Umweltschützern sowie des Bauernbundes Confederation Paysanne, der damit gedroht hat, die Versuchsfelder zu vernichten. Die französischen Bauern wollen zunächst kein Gen-Saatgut ausbringen. Unternehmen wie Monsanto und Biogemma können nun aber ihre Forschungen auf freiem Felde fortsetzen. "In fünf bis zehn Jahren wird der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Frankreich beginnen", sagte Didier Marteau, der für die Lebensmittelsicherheit zuständige Vizepräsident des größten Bauernverbandes FNSEA. 2003 gab es im europäischen Frankreich sowie im Übersee-Departement Guyana Gentechnik-Versuche auf 54 Feldern von insgesamt 17 Hektar Fläche. (APA/dpa)