Italien ist - neben Österreich - eines der wenigen europäischen Länder, in dem drei Telekom-Konzerne aktiv UMTS-Mobilfunk-Dienstleistungen anbieten. Nach dem chinesischen Konzern Hutschison Whampoa , der im Frühjahr 2003 mit der dritten Mobilfunktechnologie UMTS debüttiert hatte, starten nun auch die Telecom Italia Mobile (TIM) und Vodafone mit ihrem UMTS-Dienst in Italien, wo jährlich 15 Millionen Handys abgesetzt werden.

"Wichtig für unseren Erfolg ist, dass unsere Technik leicht zu bedienen ist"

Um den heiß umkämpften Mobilfunkmarkt Italiens zu erobern, setzt TIM auf die Übertragungen von Nachrichtensendungen und Unterhaltungsangeboten wie Reality-Shows. Bis Jahresende soll das neue UMTS-Netz von TIM 75 Prozent der italienischen Bevölkerung erreichen. "Wichtig für unseren Erfolg ist, dass unsere Technik leicht zu bedienen ist", sagt TIM-Chef Marco De Benedetti.

Steine

TIM muss sich mit der scharfen Konkurrenz des Rivalen Vodafone auseinander setzen. Die beiden Telekom-Konzerne wollen der Hutchison-Tochter H3G Italia Steine in den Weg legen. H3G bietet bereits seit einem Jahr UMTS-Dienstleistungen an. Italien gehört mit Österreich und Großbritannien zu den europäischen UMTS-Testmärkten von Hutchison Whampoa.

Ziele verfehlt

Hutchison hatte in Italien - wie auch in Österreich - seine ursprünglichen Zielvorgaben für 2003 verfehlt: Statt wie angekündigt mit einer Million Kunden musste sich das Unternehmen ein Jahr nach dem Start im Frühjahr 2003 mit 450.000 zahlenden Nutzern zufrieden geben. Der Grund für das unerwartet schlechte Wachstum waren Probleme bei der Lieferung von Endgeräten gewesen, sagte das Unternehmen. In den letzten Wochen habe sich die Lage deutlich gebessert.

Wind kommt auf

In den kommenden Monaten müssen sich Hutchison, TIM und Vodafone mit weiterer Konkurrenz auf dem italienischen Markt gefasst machen. Im Oktober 2004 will auch der Festnetz- und Mobilfunkbetreiber Wind , Tochter des ehemaligen Strommonopolisten Enel, auf dem rentablen UMTS-Markt starten. (APA)