Wien - Der Hauptverband weist die Kritik von Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) im Zusammenhang mit der EU-weiten Chipkarte für die Krankenversicherung zurück. Dass Österreich nicht mit 1. Juni 2004 die Karte ausgibt, liege einfach daran, dass in wenigen Monaten mit der Ausgabe der nationalen E-Card begonnen werde, meinte der Sprecher der Hauptverbands-Geschäftsführung, Josef Kandlhofer, am Mittwoch in einer Aussendung. Waneck hatte dem Hauptverband "Unfähigkeit" vorgeworfen. Die Rückseite der österreichischen E-Card werde dann die Funktionen der Europäischen Krankenversicherungskarte übernehmen. Die Österreicher würden dann mit ihrer nationalen E-card Krankenversicherungs-Leistungen wie Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte in den EU-Mitgliedsstaaten, den EWR-Staaten und der Schweiz in Anspruch nehmen können. "Damit ersparen sich die Österreicher das Mitführen einer zweiten Karte und die soziale Krankenversicherung erspart sich die dafür aufzuwendenden Kosten", meinte Kandlhofer. Darüberhinaus sei diese Vorgangsweise mit Brüssel akkordiert, weil es für die Einführung der Europäischen Krankenversicherungskarte eine Übergangsfrist bis Ende 2005 gibt. (APA)