Die Wirtschaftskammer Österreich hat gemeinsam mit Partnern und Sponsoren die "Initiative Informationssicherheit Austria (IISA)" gelauncht. Ziel der IISA ist es, maßgeschneiderte Lösungen auf breiter Basis für Klein und Mittelbetriebe, aber auch für Unternehmens- und IT-Berater zu entwickeln. "Denn Informationssicherheit ist ein Thema, auf das heimische Unternehmen bisher zu wenig geachtet haben. Durch die Internationalisierung der Wirtschaft besteht allerdings akuter Handlungsbedarf", erläutert WKÖ-Vizepräsident Hans Jörg Schelling bei der Kick-Off-Veranstaltung.

Ganzheitliches Sicherheitsbewusstsein

Die Initiative will im Rahmen ihrer Aktivitäten keine Spezialisten für IT-Teilbereiche der Informationssicherheit ausbilden, sondern ein ganzheitliches Sicherheitsbewusstsein in den Köpfen der Menschen verankern. Experten aus den verschiedenen Bereichen der Informationssicherheit werden in Projektteams praxisorientierte Lösungen erarbeiten. Es sollen branchespezifische Leitfäden für Klein- und Mittelbetriebe erstellt, Unternehmens- und IT-Berater zu qualifizierten Informationssicherheitsberatern ausgebildet und inderdisziplinäre Lösungen für den Praxiseinsatz erarbeitet werden. Präsentiert werden die Ergebnisse der Arbeiten des Expertenteams am 1. März 2005, dem "E-day". Das entwickelte Weiter- und Ausbildungsprogramm soll auch in der hierfür gegründeten "Security Academy Austria" angeboten werden.

Unabhängige Plattform

Die Initiatoren von IISA hoben auch die Unabhängigkeit dieser Plattform hervor und formulierten dies als zentrales Anliegen. "Ohne Beeinflussung ist es möglich, breites und interdisziplinäres Wissen zu lukrieren und herstellerunabhängige Lösungen zu erarbeiten. Profitieren kann davon die Wirtschaft, da sachliche und fachliche Beratung zur Verfügung gestellt werden kann", betont Mitbegründer Martin Matyus. Ein wichtiger Faktor der Bemühungen der Initiative sei auch die transparente Darstellung des nachhaltigen Kostennutzens von Investitionen in Sicherheitsstrukturen. Denn dieser sei aufgrund des finanziellen Aufwandes oftmals auf den ersten Blick nicht klar zu erkennen, so Matyus.

Derzeit wird die IISA durch die WKÖ/UBIT-NÖ, bürger@service, Industriellenvereinigung, CIS, ISPA, Lampertz, Microsoft, SAP Business School Vienna, TÜV und Siemens unterstützt. Partner der Initiative sind die Donauuniversität Krems, Symposia Event und A-SIT.(pte)