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Elmar Lichtenegger möchte natürlich in Athen an den Start gehen. Der internationale Leichtathletik-Verband fordert jedoch statt einer halbjährigen eine zweijährige Sperre.

Foto: REUTERS/Robert Zolles
Wien - Hürdensprinter Elmar Lichtenegger droht nun doch eine Sperre von zwei Jahren wegen Dopings. Der österreichische Verband hatte wegen außergewöhnlicher Umstände auf sechs Monate plädiert, womit der Sportler bei den olympischen Spielen nicht mehr gesperrte seine würde. Der internationale Verband IAAF erkennt jedoch diese außergewöhnlichen Umstände nicht an. Bei Erstvergehen gelten zwei Jahre Sperre.

Der Kärntner, der sich eine Teilnahme an den Olympischen Spielen im August in Athen zum Ziel gesetzt hat, muss sich nun an den internationalen Sportgerichtshof in Lausanne wenden (CAS). Der ÖLV hatte im März "auf Grund des nicht signifikanten Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen" eine Sperre von sechs Monaten gegen Lichtenegger verhängt (11. August 2003 bis 10. Februar 2004).

Zur Begründung hieß es: "Bei Elmar Lichtenegger wurde anlässlich einer 'Out-of-Competition'-Dopingkontrolle am 06.07.2003 eine verbotene Substanz gefunden ...... Es konnte glaubhaft nachgewiesen werden, dass die verbotene Substanz durch das Nahrungsergänzungsmittel MEGA RIBOSYN 1100 in den Körper des Athleten gelangt ist. Dieses Mittel war bis zum gegenständlichen Fall auf der Homepage des Österreichischen Anti-Doping Labors in Seibersdorf als unbedenklich eingestuft gewesen."

Der ÖLV hatte gegenüber der IAAF auf die außergewöhnlichen Umstände hingewiesen, die laut Welt-Anti-Doping-Agentur WADA berücksichtigt werden können. In dem Schreiben der Rechtsabteilung der IAAF, das der APA vorliegt, heißt es nun aber, dass nur die IAAF auf außergewöhnliche Umstände plädieren kann, und nicht Gremien eines nationalen Verbandes. Und die IAAF sieht im konkreten Fall solche nicht vorliegen.

Lichtenegger: Olympia oder Karriereende

"Es gilt das ÖLV-Urteil, das heißt, die Sperre ist abgelaufen. Die IAAF hat nun die Möglichkeit, in Lausanne dagegen zu opponieren und das tut sie", erklärte Lichtenegger im einem ORF-Interview. Er hoffe nach wie vor auf einen Start bei den Olympischen Spielen: "Ich habe gut trainiert, bin gut in Form, ich warte nur auf den Startschuss." Sollte das Schiedsgericht in Lausanne sich aber der IAAF-Entscheidung anschließen, bedeutet das das Karriereende des Kärntner Hürdensprinters. (APA)