"Wir haben ein Image hochzuhalten", erklärt María Ángeles Hiedler, die im gleichnamigen Familienweingut in Langenlois seit 1989 den Export ausgebaut hat. Heute gehen 40 Prozent der Produktion ins Ausland, vor allem nach Deutschland und in die USA. Dazu kämen auch Großbritannien, einige weitere europäische Länder sowie Asien und Neuseeland. Wichtigster Partner sei natürlich Deutschland, "wo man sehr preisbewusst ist und viel mehr verhandelt". In den USA dagegen akzeptiere man "die Qualitäten und den Preis, den wir verlangen".

Abgesetzt wird in beiden Ländern die gesamte Palette, in der Hauptsache aber Riesling und Grüner Veltliner. Vor allem der habe überall an Stellenwert gewonnen, "besonders in den USA, wo sich die Absatzmengen seit etwa drei Jahren verdoppelt haben", so Hiedler. "Wir sind dort mit unseren Spitzenprodukten vor neun bis zehn Jahren in den Markt gegangen. Mittlerweile zogen die Basisweine nach." Wichtig für den Betrieb sei es, in Deutschland in der mittleren und oberen Schiene vertreten zu sein. "Dafür sind Diskonter wie etwa Hofer oder Aldi nur wenig interessant. Wir haben weder die Mengen noch die Möglichkeiten, zu den dort geforderten Preisen zu erzeugen."

Wein in ausreichender Menge, in guter Qualität und zu einem guten Preis zu haben sei, so Josef Umathum, eine der Ideen hinter "Zantho" gewesen. Das Rotweinprojekt, das von Beginn an stark exportorientiert war", ist eine Kooperation zwischen Winzern der Genossenschaft Andau im Burgenland und Josef Umathum, Geschäftsführer ist Wolfgang Peck.

Preiskampf verweigert

"Grundsätzlich läuft es gut", erzählt Umathum, Exportiert werde nicht nur in die traditionellen europäischen Exportländer, sondern auch in die USA, nach Polen, Ungarn und Taiwan. "Die Produktionsmengen sind für eine so junge Firma gewaltig, die Steigerungsraten wurden nicht so schnell erreicht wie erhofft."

"Aber wir wollen und müssen nicht zu Preisen verkaufen, die unter den Produktionskosten liegen. Da wachsen wir lieber etwas langsamer und gediegener." Bei der derzeitigen Marktlage wäre für Zantho mit den "Roten" Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent ein Weißweinsegment sicher von Vorteil. "Aber da kooperieren wir und leiten diese Anfragen weiter." (Luzia Schrampf, Der Standard, Printausgabe, 03.06.2004)