London - Der beginnende Winter auf dem Mars kriecht auch den beiden NASA-Robotern in ihre "Metallknochen": Sinkende Temperaturen, kürzere Tage und immer mehr Staub auf den Solarzellen bewirken, dass "Opportunity" und "Spirit" immer weniger arbeiten können. Wie das britische Fachjournal "New Scientist" berichtet, ist "Opportunity" besonders stark beeinträchtigt: Bereits seit längerem klemmt ein Wärmeschalter und frisst durch den Dauerbetrieb so viel Energie, dass der Roboter nur noch zwei Stunden am Tag arbeiten kann.

Die Wissenschafter der US-Weltraumbehörde NASA haben den Roboter nun zwar in einen nächtlichen Zwangsschlaf reprogrammiert. Damit wird aber zugleich das empfindliche Mini-Thermal-Emissions-Spektrometer den Nachttemperaturen von derzeit minus 46 Grad Celsius ausgesetzt. Das Gerät kann nur bis zu 50 Minusgrade aushalten. "Spirit" hat zwar zeitweise Computeraussetzer, konnte seine Erkundungsroute zu den Hügel nördlich der Landestelle jedoch bereits zu drei Vierteln zurücklegen.

Anfang April hatte die Nasa beschlossen, die erfolgreiche Mission der Roboter um mindestens fünf Monate zu verlängern. Ab Mitte September werden die Tage auf dem Mars wieder länger. "Spirit" und "Opportunity" machen Fotos, untersuchen Gesteine und studieren die Atmosphäre. Unter anderem entdeckten sie Spuren eines ehemaligen Salzsees in einer Tiefebene des Mars.(APA/dpa)