London - Den Booker-Preis können in Zukunft auch internationale Schriftsteller bekommen, die nicht aus dem Commonwealth oder Irland kommen. Die Organisatoren der wichtigsten britischen Literaturauszeichnung kündigten am Mittwoch in London einen neuen, mit 60.000 Pfund (knapp 90.000 Euro) dotierten "Internationalen Booker-Preis" an. Nach den Angaben soll er von 2005 an alle zwei Jahre an einen noch lebenden Autor erzählender Literatur vergeben werden, dessen preiswürdiges Werk entweder in englischer Sprache geschrieben oder ins Englische übersetzt wurde.

Eine Liste mit 15 Bewerbern solle Anfang kommenden Jahres veröffentlicht werden. John Carey, Vorsitzender der Jury, sagte, der Preis solle "erzählende Literatur in englischer Sprache als eine treibende kulturelle Kraft feiern". Der bisherige Booker-Preis steht Schriftstellern aus dem Commonwealth und Irland offen. Für die neue Auszeichnung kommen nun Dichter aller Nationalitäten in Frage, sofern ihr Buch in Englisch erhältlich ist. (APA/dpa)