Im Zusammenhang mit der umstrittenen Aktientransaktion rund um das Optionsprogramm der Telekom Austria (TA) hat der Vorstand der größten österreichischen Telefongesellschaft am Donnerstag vor der Hauptversammlung gegenüber der APA "einstimmig ausgeschlossen, dass die Kauforder aus dem Haus der Telekom gekommen ist". Dass das TA-Management selbst dahinter stehen könnte, war zuvor schon von der Finanzmarktaufsicht (FMA) öffentlich ausgeschlossen worden.

Gesichert

Wie berichtet hatte ein ominöser Auftrag in der Schlussauktion der Wiener Börsensitzung vom 26. Februar den TA-Aktienkurs knapp über die Schwelle von 11,70 Euro getrieben und den Begünstigten (Vorstand und mehrere Top-Manager der TA) damit eine Prämie von rund 9 Mio. Euro aus dem Aktien-Optionsprogramm gesichert. Laut diesem Programm musste der Aktienkurs mehrere Tage im Schnitt über 11,70 Euro liegen, kurz vor Ablauf der Frist war der Durchschnittskurs noch knapp darunter gelegen.

Die FMA hatte nach dem wundersamen Kurssprung in den letzten Minuten der Börsensitzung vom 26. Februar Kursmanipulation gewittert und eine Untersuchung eingeleitet.

Ominös

Die Bank, die den ominösen Auftrag in der Schlussauktion abgewickelt hat, gilt seit Tagen als bekannt. In der "Presse" (Donnerstag-Ausgabe) wird die kleine Wiener Privatbank "Euro Invest" genannt. Das Institut soll die Transaktion nicht auf eigene Rechnung durchgeführt haben, heißt es. Ob die Bank gegen konkrete Bestimmungen verstoßen oder Börseregeln verletzt hat, sei weiter nicht klar, schreibt die Zeitung. Der eigentliche Auftraggeber der Transaktion sei aber weiterhin im Dunkeln. Aus der Euro Invest wurde bisher keine Stellungnahme abgegeben.

Die Euro Invest Bank, vormals Topolanek, ist Market Maker an der Wiener Börse und an der Wiener Börse AG mit 0,25 Prozent beteiligt.(APA)