Mainz/Berlin - An der vor fünf Jahren an den Schulen eingeführten Rechtschreibreform wird von Seiten der deutschen Kultusminister nicht gerüttelt, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) am Mittwoch, einen Tag vor Konferenzbeginn.

Nach dem Bericht der zwischenstaatlichen Kommission für die Reform werde es zwar einige marginale Änderungen und mehr Wahlfreiheiten bei bestimmten Schreibweisen, so auch der Getrennt- und Zusammenschreibung geben. Eine "Reform der Reform", wie von einigen Gegnern der neuen Schreibweisen gefordert, sei dies jedoch nicht.

Die deutschen Kultusminister kommen in Mainz zusammen, wo sie unter anderem den Bericht der Kommission über den Stand der Umsetzung der neuen Schreibweisen erörtern wollen. In dem Bericht heißt es, dass die Reform in den Schulen problemlos angenommen worden sei. Die Reform könne deshalb auch wie vorgesehen am 1. August 2005 an Schulen und Universitäten verbindlich werden. Ab diesem Zeitpunkt müssen dann die Lehrer alte Schreibweisen als Fehler werten. Wie der einzelne Bürger schreibt, bleibt ihm weiterhin ungenommen. (APA/dpa)