Wien - Die heimische Flugverkehrskontrolle Austro Control verwies angesichts der heutigen Probleme der britischen Flugsicherung auf die hohe Ausfallsicherheit der österreichischen Kontrolleinrichtungen: "Wir haben ein tripliziertes System", erklärte der Abteilungsleiter für den Bereich IT, Eduard Helbig. Für den Ausfall des britischen Dienstes sei ein Softwareupgrade verantwortlich, das nicht funktioniert habe, vermutete der Technikexperte.Probleme mit Einspielen neuer Software

Laut Helbig sollte das britische "Flight Processing System" in der Nacht upgedatet werden. Die neue Version habe sich jedoch als fehlerhaft entpuppt, wodurch ein Umschalten auf das Notsystem und ein "Downgrade" auf die alte Version nötig geworden sei. Dabei sei es zu den Verzögerungen gekommen, so Helbig.

Interne Turbulenzen

Auch in Österreich kann das Einspielen neuer Software zu Problemen führen, erklärte er. Allerdings würde das System nach außen nicht still stehen, die Flugzeuge müssten also nicht am Boden bleiben, meinte Helbig. "Dann hätten wir nur interne Turbulenzen, unsere Kunden, die Airlines, können aber bedient werden", so der Experte.

Werde in der Austro Control ein Upgrade installiert, werde die alte Version erst dann vollständig gelöscht, wenn die neue stabil laufe. Um einen Ausfall auszugleichen, gebe es in der Austro Control drei unabhängige Systeme, wodurch laut Helbig bei einem Ausfall immer noch zwei zur Verfügung stehen, auf die bei Bedarf jeweils in Sekundenbruchteilen umgeschaltet werden könne. In London laufe die Flugplanung nur auf einem duplizierten System, vermutete er.(APA)