Vier Geschäftsstellen heuer eröffnet - Bilanzsumme soll im laufenden Jahr 5,5 Mrd. Euro erreichen - Gewinn heuer wohl unter Vorjahr

Linz - Die Oberösterreichische Landesbank AG (Hypo-Bank) habe das Geschäftsjahr 2003 wirtschaftlich erfolgreich abgeschlossen, berichtete Generaldirektor Andreas Mitterlehner in der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Linz. Die Bilanzsumme stieg um 8,8 Prozent von 4,69 auf 5,10 Mrd. Euro.

Mit einem Zuwachs um 1,4 Prozent von 26,6 auf 27,0 Mio. Euro habe man "das beste Betriebsergebnis in der Geschichte" des Instituts erzielt. Menschlich sei 2003 - bedingt durch den Tod des früheren Generaldirektors Wolfgang Langbauer - ein schwieriges Jahr gewesen, so Mitterlehner.

Die Ausweitung des Geschäftsvolumens sei auf Grund von Steigerungen bei den Ausleihungen sowie der Primäreinlagen und Emissionen erfolgt, erklärte der Hypo-Generaldirektor.

Innerhalb von sieben Jahren sei die Bilanzsumme (1996: 2,52 Mrd. Euro) und somit das Geschäftsvolumen mehr als verdoppelt worden. Das Wachstum beim Betriebsergebnis sei "umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass wir im vergangenen Jahr eine große EDV-Umstellung durchgeführt haben", sagte Mitterlehner.

EGT bei 21,7 Millionen Euro

Das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich 2003 um 8,2 Prozent von 20,0 auf 21,7 Mio. Euro, der Jahresüberschuss wurde um 6,9 Prozent von 13,1 auf 14,0 Mio. Euro gesteigert. Die Primäreinlagen (Spar- und Giroeinlagen) nahmen um 6,0 Prozent von 971,1 Mio. auf 1,029 Mrd. Euro zu.

Die Emissionen stiegen um 7,9 Prozent von 2,92 auf 3,15 Mrd. Euro. Dies zeige, so Mitterlehner, dass die Hypo Oberösterreich "nicht nur eine starke Regionalbank ist, sondern auch auf den internationalen Kapitalmärkten hervorragend reüssiert".

Das Kredit- und Darlehensvolumen wuchs um 5,6 Prozent von 3,26 auf 3,44 Mrd. Euro. 4,1 Prozent der Ausleihungen entfielen auf Fremdwährungskredite in Yen, Schweizer Franken oder US-Dollar.

Trotz des sehr hohen Ausleihungsvolumens weise das Institut im bundesweiten Bankenvergleich "ausgezeichnete Risikokennzahlen" auf, betonte der Generaldirektor. Bei der oberösterreichischen Hypo-Bank seien "lediglich" 0,76 Prozent des gesamten Kreditvolumens für Wertberichtigungen rückgestellt.

Mehr Eigenmittel

Die anrechenbaren Eigenmittel wurden im vergangenen Jahr um 12,1 Prozent von 274,8 auf 308 Mio. Euro gesteigert, was einen Überschuss von 141 Mio. Euro ergebe, sagte Mitterlehner. Der Return on Equity (ROE) lag 2003 bei 9,2 Prozent, die Cost-Income-Ratio erhöhte sich auf Grund "einmaliger EDV-Umstellungskosten" von 60 auf 62,5 Prozent. Mittel- bis langfristig wolle man unter 60 Prozent kommen.

Anfang Mai eröffnete die Hypo Oberösterreich eine neue Filiale in Linz, im Herbst dieses Jahres folgt eine weitere Bankstelle im Landeskrankenhaus Vöcklabruck. Für Anfang Dezember ist die Eröffnung einer Filiale im neuen Landesdienstleistungszentrum in Linz geplant, bereits Anfang 2004 öffnete eine Hypo-Niederlassung im ersten Bezirk in Wien ihre Pforten. Damit verfüge man laut Mitterlehner über insgesamt 18 Geschäftsstellen.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Generaldirektor abermals mit einem in etwa achtprozentigen Wachstum der Bilanzsumme auf 5,5 Mrd. Euro: "Auf Grund der Entwicklung im April und Mai gehen wir davon aus, dieses Ziel zu erreichen." Betriebsergebnis und EGT würden hingegen auf Grund der aktuellen Zinsentwicklung und der immer geringer werdenden Margen am Ende des laufenden Jahres aus jetziger Sicht unter dem Vorjahr zu liegen kommen. (APA)