Washington - Die Zahl der sexuellen Übergriffe in der US-Armee hat einem internen Pentagon-Bericht zufolge in den vergangenen fünf Jahren ständig zugenommen. Mangelnde Vorbeugemaßnahmen, zu langsame Untersuchungen von Anschuldigungen und unzureichende Kontrollmechanismen hätten die Probleme verstärkt, heißt es in einem von der "Washington Post" am Donnerstag veröffentlichten Bericht.Beschwerden Er wurde den Angaben zufolge nach zahlreichen Beschwerden von Frauenorganisationen und Anwältinnen über sexuelle Übergriffe im Irak und in Afghanistan erstellt. Kritisiert wird der Mangel eines modernes Konzepts der US-Streitkräfte zur Vorbeugung und für einen effizienten Umgang mit solchen Vorfällen. Gemeldete Fälle

Die Zahl der gemeldeten Fälle sexueller Übegriffe in der US-Armee ist von 1999 bis 2002 von 658 auf 783 (plus 19 Prozent) gestiegen. In der selben Zeit stieg die Zahl von Vergewaltigungen von 356 auf 445 (plus 25 Prozent). Die Armee insgesamt war in den vier Jahren personell um sechs Prozent gewachsen.

2003, als die Zahl der Soldaten im Vergleich zu 2002 um 20 Prozent stieg, gab es dem Bericht zufolge eine Zunahme sexueller Übergriffe und Vergewaltigungen um jeweils fünf Prozent. Laut Armeeangaben hat sich in den vergangenen Jahren aber auch die Zahl der nachweislich unberechtigten Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe und Vergewaltigungen stark erhöht. (APA/dpa)