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Foto: reuters/wiegmann
Wien - Anlässlich der internationalen Konferenz zu Erneuerbaren Energien stellen der WWF Österreich und der Österreichische Biomasse-Verband neue Zahlen zu den Potenzialen von Biomasse in Österreich vor. In der vergangenen Woche verlautbarten der WWF und Europäischer Biomasse-Verband AEBIOM, dass CO2-Reduktionen von einer Million Tonnen möglich wären, wenn in den OECD-Ländern statt Kohle Biomasse zur Stromerzeugung verwendet würde.

Für Österreich gibt es nach Berechnungen des WWF Österreich enorme Chancen für den Klimaschutz – 2,8 Millionen Haushalte könnten damit versorgt werden, also rund 16 Prozent des gesamtösterreichischen Stromverbrauchs. "Bedauerlicherweise steuert die Bundesregierung in die Gegenrichtung", sagt WWF-Klimaschutzexperte Stefan Moidl. "Wirtschaftsminister Martin Bartenstein versucht gerade, die im Regierungsübereinkommen verankerten Zusagen Österreichs an den Klimaschutz rückgängig zu machen und fatalerweise auch gleich das Ökostrom-Gesetz zu kippen."

"Versprechen halten"

Im Regierungsübereinkommen wurde zugesichert, dass der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Gesamtenergieverbrauch jährlich um ein Prozent steigen soll. Darüberhinaus haben die Regierungsparteien vereinbart, dass der Beitrag der Biomasse zum Primärenergieaufkommen um 75 Prozent zunehmen soll. Der WWF will den Beweis dafür sehen, dass die abgegebenen Versprechen wert sind.

Die Nutzung von Biomasse leiste einen erheblichen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz, unabhängig davon, ob es sich um Reststoffe oder eigens für diese Zwecke angebaute Rapsfelder handele, und unabhängig davon, ob die Nutzung von Biomasse zur Strom-, Wärme- oder Kraftstoffversorgung verwendet werde. "Gerade Österreich, ein Agrarland mit einzigartigen Waldreserven, sollte sein ungeheures Biomassepotenzial unbedingt nutzen - zum Schutz unserer Umwelt und der heimischen Wirtschaft", betont Heinz Kopetz, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes. (red)