New York - Nach einer kurzen Erholung am gestrigen Mittwoch ist der Rohölpreis Donnerstag früh (Ortszeit) in New York wieder über die Marke von 40 Dollar je Barrel gestiegen. Der Preis für Rohöl zur Juli-Auslieferung wurde am Warenterminmarkt Nymex (New York Mercantile Exchange) mit 40,14 Dollar (32,8 Euro) gehandelt, 18 Cent mehr als am Vortag. Gestern war der Preis in Erwartung einer Erhöhung der OPEC-Produktionsobergrenze um 5,60 Prozent abgesackt.

Die Ölpreise waren in den vergangenen Tagen auf ein Rekordniveau von mehr als 42 Dollar je Barrel geklettert, da die Terroranschläge in Saudiarabien und dem Irak, die starke Ölnachfrage in den USA und in asiatischen Ländern sowie amerikanische Raffinerieengpässe die Öl- und Treibstoffpreise nach oben getrieben hatten. Hinzu kamen Spekulationen von Hedge-Fonds im Energiesektor. Die Sorge vor Angriffen auf Ölanlagen in Saudiarabien und dem Irak haben nach Meinung vieler Ölfachleute ein "Risiko-Aufgeld" von sechs bis zehn Dollar je Barrel verursacht.

Heute hatte der neue irakische Ölministers Thamir Ghadhban angekündigt, die Erdölexporte des Zwischenstromlandes in den kommenden Monaten von 1,7 auf 2 Mio. Fass (rund 159 Liter) pro Tag zu steigern. Bis Ende 2004 soll die Fördermenge auf 2,8 Mio. Fass pro Tag anwachsen. Bisher waren es 2,5 Mio. Barrel. Längerfristiges Ziel sei es, eine Tagesförderung von drei Mio. Barrel zu erreichen und damit auf das Vorkriegsniveau zu kommen, sagte Ghadhban. Der Irak hat die zweitgrößten Ölreserven der Welt.(APA/dpa/Reuters)