Wladikawkas - In Tschetschenien sind am Donnerstag drei Männer zu lebenslanger Haft verurteilt worden, die nach Überzeugung der Richter einen Bombenanschlag auf die Regierungszentrale in Grosny vor anderthalb Jahren mit ausgeführt haben. Bei dem Anschlag am 27. Dezember 2002 waren 72 Menschen getötet worden.

Die drei Verurteilten sollen die bei dem Anschlag benutzten Lastwagen mit Sprengstoff beladen und zum Regierungsgebäude begleitet haben. Dafür sollen sie vom mutmaßlichen Hintermann, dem Rebellenführer Schamil Bassajew, je 1.500 Dollar erhalten haben, berichtete die russische Nachrichtenagentur ITAR-Tass.

In den drei Lastwagen saßen Selbstmordattentäter, die mehrere Sicherheitsabsperrungen passiert hatten. Der Oberste Gerichtshof von Tschetschenien sprach die Angeklagten am Donnerstag des Terrorismus, des Mordes und des illegalen Waffenhandels für schuldig. (APA/AP)