Harrisburg - Zwei US-Marineinfanteristen haben gestanden, einen irakischen Gefangenen in einer Haftanstalt südlich von Bagdad mit Elektroschocks misshandelt zu haben. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Streitkräfte hervorgeht, wurden die beiden 19-jährigen Soldaten Mitte Mai zu einer Haftstrafe von acht Monaten beziehungsweise einem Jahr verurteilt. Außerdem werden sie degradiert und unehrenhaft aus der Armee entlassen. Die Marineinfanteristen bekannten sich am 14. Mai vor einem Militärgericht in Irak schuldig. Gemeinsam mit zwei weiteren Soldaten wollten sie der Erklärung zufolge den misshandelten Gefangenen dafür maßregeln, dass er Müll aus seiner Zelle geworfen und laut gesprochen hatte. Der Vorfall ereignete sich Anfang April in der Haftanstalt El Mahmudiya. Der Prozess gegen die anderen beiden Soldaten steht noch aus. (APA/AP)