Graz - Das "Problem" der Stadt Graz - nein, nicht das Budgetdefizit oder die Feinstaubbelastung sind gemeint, sondern ein paar Punks auf dem Hauptplatz - soll nun nach Wiener Vorbild mit einer "Unfug-Abwehr" gelöst werden.

Wie es aus dem Büro von Bürgermeister Siegfried Nagl (VP) heißt, soll eine dementsprechende Verordnung bis Mitte nächster Woche von Magistrat und Polizei ausgearbeitet werden. Auch an ein Alkoholverbot denke man weiterhin.

Am Donnerstag traf sich SP-Jugendstadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl mit den Punks, die Nagl erfolglos mit Lorbeerbäumchen rund um das Erzherzog-Johann-Denkmal loswerden wollte. Das Büro der Stadträtin bestätigte dem STANDARD im Anschluss, dass die "sehr gesprächsbereiten" Jugendlichen weiterhin an Arbeitsprogrammen teilnehmen wollen und in einem Haus der Stadt wohnen könnten. Von Verboten halte Kaltenbeck nichts. (cms, DER STANDARD Printausgabe 4.6.2004)