Wien/St. Pölten/Eisenstadt - Die Vorgaben in den Landesverkehrskonzepten sind hoch: In zehn Jahren sollen in der Ostregion, um die Straßen vom Stau zu entlasten, um 25 bis 30 Prozent mehr Pendler als heute für ihre regelmäßigen Fahrten nach Wien Bahnen und Busse benutzen. Dieses Ziel, so der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Ostregion (VOR), Manfred Novy, werde nur im Rahmen eines verkehrslogistischen "Großprojekts" erreichbar sein: "Derzeit arbeiten wir an einem einheitlichen Tarifsystem für ganz Wien, Niederösterreich und dem Burgenland", verkündete Novy bei einem Pressegespräch anlässlich des 20-jährigen VOR-Geburtstags.Fahrpläne und Tarife

Der größere VOR - derzeit bündelt in der Ostregion neben ihm auch noch der Verkehrsverbund Niederösterreich und Burgenland (VVNB) Fahrpläne und Tarife - könnte "schon im zweiten Halbjahr 2005 starten". Den Fahrgästen in den neu hinzugekommenen Regionen brächte er Verbilligungen - und nicht nur ihnen.

"Kundenfreundlicheren Lösungen"

Auch an den Stadträndern von Wien knapp außerhalb der VOR-"Kernzone Eins", von wo aus das Bus- und Bahnpendeln in die City gleich um das Doppelte teurer ist, sinne man nach "kundenfreundlicheren Lösungen". Pendler und andere Fahrer aus oder in diese Gegenden nämlich - Klosterneuburg etwa oder Flughafen Schwechat - ziehen derzeit vielfach das Auto als Transportmittel vor.

Vorerst jedoch wird das bisher Erreichte gefeiert. Am Samstag, den 5. 6., lädt der VOR zwischen 11 und 16 Uhr zu einem großen Fest am Wiener Westbahnhof. An diesem Tag gilt auf allen VOR-Verbindungen zwischen 9 und 18 Uhr Nulltarif. (bri, DER STANDARD Printausgabe 4.6.2004)