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Frances Shand Kydd

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Diana verstand sich mit ihrer Mutter selten - die beiden Frauen waren vor Dianas Tod zerstritten

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London - Die Mutter von Prinzessin Diana, Frances Shand Kydd, ist im Alter von 68 Jahren (richtig) in ihrem Haus auf einer abgelegenen schottischen Insel gestorben.

Ein Sprecher von Dianas Bruder Charles Spencer sagte am Donnerstag: "Ich kann bestätigen, dass Lord Spencers Mutter heute früh friedlich nach langer Krankheit entschlafen ist." Königin Elizabeth schickte ein persönliches Beileidsschreiben nach Althorp, dem Familiensitz der Spencers. Die Söhne von Diana und Thronfolger Prinz Charles, die beiden Prinzen William (21) und Harry (19), zeigten sich über den Tod "erschüttert".

Gehirnkrankheit

Ihre Großmutter Shand Kydd lebte zurückgezogen auf der Insel Seil, wo sie im Beisein eines katholischen Geistlichen starb. Nach Medienberichten war sie im April wegen einer unheilbaren Gehirnkrankheit in einem Krankenhaus behandelt worden.

Mit Diana zerstritten

Shand Kydd hatte den Verlust zweier Kinder zu beklagen. So trauerte sie nicht nur um ihre Tochter Diana, die 1998 bei einem Verkehrsunfall in Paris ums Leben kam. Zuvor war bereits im Jahr 1960 ihr Sohn John nur wenige Stunden nach seiner Geburt gestorben. Vor Dianas Tod hatte sich Shand Kydd mit ihrer Tochter entzweit, die beiden sollen Monate lang nicht miteinander gesprochen haben.

Scheidung

1954 hatte sie Edward John Spencer, den späteren Grafen Spencer, im Rahmen ein prächtigen Hochzeit bei Anwesenheit der Queen in der Westminister Abbey geheiratet. Das Paar zog vier Kinder groß, doch ließ sich die Frau 1969 scheiden, nachdem sie sich in den Industriellenerben Peter Shand Kydd verliebt hatte. Die Kinder Charles und Diana lebten zunächst bei ihrer Mutter in London, während die zwei übrigen in Internaten untergebracht waren.

Prozesse um Sorgerecht Nach mehreren Prozessen erstritt sich der Vater das Sorgerecht, die Shand Kydds zogen nach Schottland. Frances Shand Kydd wurde 1988 von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen. Sie war bis zuletzt gläubige Katholikin, eine elegante Erscheinung, die rege am Gemeindeleben teilnahm. Der schottische Bischof Ian Murray sagte nach ihrem Tod, Frances Vater habe ihr beigebracht "jeden gleich zu behandeln, egal ob er von einer Burg, aus einer Hütte oder einem Wohnwagen stamme. Danach hat sie immer gelebt." (APA/dpa)