Miami - Die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2009 finden nicht in Schladming statt. Die steirische Bewerbung kam am Donnerstag bei der Vergabe der Titelkämpfe im Hotel Intercont von Miami nicht zum Zug, den Zuschlag erhielt Val d'Isere. Die Schladminger mussten sich im entscheidenden zweiten Wahlgang allerdings nur den Franzosen geschlagen geben, wobei acht Stimmen für Val d'Isere, vier für Schladming und drei für Vail abgegeben wurden. Garmisch war im ersten Wahlgang mit nur zwei Stimmen ausgeschieden.

Acht Stimmen waren die absolute Mehrheit, da nur 15 Personen aus dem 16-köpfigen FIS-Vorstand abstimmten. Damit werden erstmals seit Chamonix 1962 wieder in Frankreich WM-Titel vergeben. Die nordische WM 2009 wurde an Liberec vergeben, die Tschechen setzten sich gegen Oslo mit 11:4 Stimmen durch. Bei den anderen Vergabe-Entscheidungen kamen die jeweils einzigen Kandidaten zum Zug, es sind das Arosa bzw. Gangwon/Südkroea für die Snowboard-WM 2007 bzw. 2009 sowie Madonna di Campiglio bzw. Inawashiro/Japan für die Freestyle-WM 2007 bzw. 2009. (APA)

Die Ergebnisse der vom FIS-Vorstand am Donnerstag (Ortszeit) in Miami durchgeführten Vergabe der Ski-Weltmeisterschaften 2007 bis 2009:

  • Alpin (jeweils 15 abgegebene Stimmen/absolute Mehrheit entscheidet):
    1. Wahlgang: 1. Val d'Isere (6 Stimmen) - 2. Schladming (4) - 3. Vail (3) - 4. Garmisch (2) - Garmisch out
    2. Wahlgang: 1. Val d'Isere (8) - 2. Schladming (4) - 3. Vail (3) - Zuschlag an Val d'Isere

  • Nordisch (15 abgegebene Stimmen/absolute Mehrheit entscheidet):
    1. Wahlgang: 1. Liberec (11) - 2. Oslo (4) - Zuschlag an Liberec

  • Skiflug (nur ein Bewerber): 2008: Oberstdorf

  • Snowboard (jeweils nur ein Bewerber): 2007: Arosa - 2009: Gangwon/Südkorea

  • Freestyle (jeweils nur ein Bewerber): 2007: Madonna di Campiglio - 2009: Inawashiro/Japan