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Al Sharpton mit dem demokratischen Kandidaten John Kerry

Foto: APA/EPA/Theiler
Washington - Der in den US-Vorwahlen klar unterlegene demokratische Präsidentschaftskandidat Al Sharpton (49) hat nun einen neuen Karriereweg eingeschlagen: Er wird für den US-TV-Sender CNBC die bevorstehenden Nominierungs-Parteitage der Demokraten und der Republikaner aus "Insiderperspektive" kommentieren, teilte der Sender mit.

Der schwarze Bürgerrechtler und protestantische Pfarrer aus New York hatte im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur keine Chance. Er unterstützt unterdessen den Sieger der meisten Vorwahlen, Senator John F. Kerry.

Bei TV-Diskussionen mit seinen Mitbewerbern fiel Sharpton durch seine Schlagfertigkeit und humorvolle Kommentare auf. Er setzte sich auch massiv für die Förderung von Afro-Amerikanern ein. Dem ehemaligen Favoriten und später auch ausgeschiedenem Mitbewerber Howard Dean hatte Sharpton vorgeworfen, während seiner Amtszeit als Gouverneur des Bundesstaats Vermont keinen Schwarzen in seinem Mitarbeiterstab aufgenommen zu haben.

Dean-Anhänger warfen Sharpton daraufhin Populismus vor, da in Vermont kaum Afro-Amerikaner leben. (APA)