Fast drei Viertel der europäischen Unternehmen werden in naher Zukunft auf den Outsourcing-Zug aufspringen oder nutzen bereits die Dienste von IT-Anbietern aus Billiglohnländern wie Indien oder China. Das geht aus einer Studie hervor, die die Computerwoche zusammen mit Forrester Research erstellt hat. Nurmehr 26 Prozent der befragten Unternehmen haben nicht vor, innerhalb des nächsten Jahres Offshore-Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Start

17 Prozent der Firmen wollen dagegen in den kommenden zwölf Monaten mit dem Auslagern von Geschäftsbereichen beginnen, zehn Prozent betreiben bereits Pilotprojekte und fast die Hälfte der Unternehmen ist bereits an einen Servicedienstleister in einem Billiglohnland gebunden. Hauptgrund für das Outsourcing ist natürlich die Einsparung von Personalkosten, die bei einem indischen Anbieter bis zu 50 Prozent betragen kann. Deshalb werden vor allem personalintensive Tätigkeiten ausgelagert.

Trend

Der Trend zum Outsourcing wird auch von der in der Studie erhobenen Erhöhung der Offshore-Budgets gestützt. 40 Prozent der befragten Unternehmen wollen im Jahr 2005 bis zu zehn Prozent ihrer für externe Dienstleister vorgesehenen Ausgaben für das Offshoring verwenden. Elf Prozent der Firmen werden zwischen zehn und 30 Prozent dafür ausgeben, ein Anstieg von vier Prozent in diesem Jahr. Die Zahl der Unternehmen, die mehr als 30 Prozent in das Offshoring investieren, ist ebenfalls von fünf auf sechs Prozent angestiegen. Spürbar

Laut Computerwoche werden die Konsequenzen für den deutschen IT-Arbeitsmarkt zwar spürbar ausfallen, sind aber nicht als dramatisch einzuschätzen. Für die Studie wurden 247 Firmen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden befragt. Die meisten von ihnen verfügen über einen Jahresumsatz von mehr als einer Mrd. Euro. (pte)