Wien - Für Aufregung in der Gewerkschaft sorgt die IKEA-Ankündigung. "Der Möbelhandel zündelt wieder mit der Sonntagsöffnung", mahnt die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) das bisherige Versprechen der Bundesregierung ein, dass die Sonntagsruhe im Handel gewahrt bleiben soll.

"Gerade im Möbelhandel können wir in letzter Zeit eine gezielte Missachtung bestehender Rechtsnormen beobachten. Daher nehmen wir die Ankündigung des Ikea Österreich-Chefs ernst, die Sonntagsöffnung in seinem Unternehmen einzuführen", erklärte der für den Handel zuständige GPA-Wirtschaftsbereichssekretär Erich Reichelt am Freitag.

Soziale Rahmenbedingungen weiter verschlechtert

Eine jüngst vorgestellte Untersuchung der Arbeiterkammer (AK) zur Arbeitssituation der Arbeitnehmer im Handel zeige, dass sich die sozialen Rahmenbedingungen im Handel weiter verschlechtert haben. Davon seien im hohen Ausmaß Frauen und deren Familien betroffen, so Reichelt in einer Aussendung.

Die GPA kritisierte heute neuerlich, dass die Bundesregierung seit August des Vorjahres ohne Berücksichtigung der Interessen der Arbeitnehmer im Handel die Öffnungszeiten im Alleingang erweitert habe. Die neuen Öffnungszeiten würden bis dato von den meisten Handelsunternehmen "nicht einmal angenommen".(APA)