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Temperaturen in Landeshauptstädten Mai 2004 im Vergleich mit dem Vorjahr und einem langjährigen Durchschnitt

Grafik: APA/ M. Hirsch
Wien - Der Wonnemonat Mai war heuer keiner. Das belegen vor allem die Temperaturen, aber teilweise auch die Niederschlagsmengen in einigen Teilen Österreichs. Absolute Tiefpunkt bei minus 6,1 Grad

29,1 Grad war der höchste gemessene Wert im Mai 2004. Erreicht wurde er am 20. in Innsbruck. Er liegt damit um 4,3 Grad niedriger als der Höchstwert im Vergleichszeitraum 2003. Damals hatte es am 5. in Salzburg-Freisaal 33,4 Grad. Der absolute Tiefpunkt lag heuer bei minus 6,1 Grad, gemessen am 24. Mai in Seefeld in Tirol.

Wärmer als im Vorjahr

Trotz des gefühlsmäßig kalten Mai 2004 gab es aber auch Tage, an denen es heuer wärmer war als im Vorjahr: So etwa am 14., 15., 20. und 21. Mai. Allerdings natürlich an unterschiedlichen Orten. Dafür gab es heuer sogar noch Schneefall im Mai: Nach dem Kaltlufteinbruch am 22. schneite es in höheren Alpentälern, aber auch im Mühl- und Waldviertel. Über die meisten Sonnenstunden durfte sich in den Landeshauptstädten noch Eisenstadt mit 226 freuen, in Salzburg - wo es die wenigsten gab - waren es nur 165.

Niederschläge

Die Niederschlagsmengen waren im Vergleich zu 2003 aber eher gleich bleibend. Wiesen im Mai 2003 von den 38 Messstellen in ganz Österreich 17 Städte eine Niederschlagshöhe von mehr als 100 Prozent von der "Normalmenge der Jahre 1961 bis 1990" (laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ZAMG) auf, waren es heuer 18 Städte. In Wien etwa war der Mai 2003 wegen der damals heftigen, sintflutartigen Gewittergüsse mit 112 mm Niederschlagshöhe weit feuchter als der Mai 2004 mit 55 mm. Anders dagegen in Graz: 97 mm bedeuteten 115 Prozent der so genannten Normalmenge, 2003 waren es nur 40 mm (47 Prozent) gewesen.

Für die Wetterexperten war der soeben zu Ende gegangene Monat aber vergleichsweise "normal", so die Einschätzung von Helmut Derka von der ZAMG. Seit dem Jahr 2000 waren die Wonnemonate meist 1,5 bis drei Grad übernormal warm - deshalb komme es zur subjektiven Einschätzung eines viel zu kalten Mai 2004. Ähnlich kühl wie heuer war der Mai im Jahr 1996 oder 1995. Einen wirklichen Grund zu Jammern hatte man in jüngerer Vergangenheit nur im Jahr 1991: Damals lagen die Monatsmittel um zwei bis mehr als drei Grad unter denen von heuer. (APA)