Der Verlag Le Monde SA (Paris) ist im vergangenen Jahr noch tiefer in die Verlustzone gerutscht als erwartet. Der Fehlbetrag des Mutterhauses sei von 19,08 Mio. auf 25,02 Mio. Euro gestiegen, berichtete die Zeitung "Le Monde" in ihrer Samstag-Ausgabe.

Der Konzernverlust, der auch das Ergebnis des zugekauften Verlags Publications de la Vie Catholique umfasst, blieb mit 18,7 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahr. Der Betriebsverlust stieg von 1,8 Mio. auf 4,5 Mio. Euro.

Für das laufende Jahr erwartet der Konzern aber wieder ein ausgeglichenes Betriebsergebnis.

Der Konzernumsatz stieg wegen der Einbeziehung von La Vie Catholique von 435,9 Mio. auf 581,4 Mio. Euro. Ohne diesen Konsolidierungseffekt blieb der Umsatz stabil. Erstmals seit 1994 sank die verkaufte Auflage der Zeitung "Le Monde" 2003 um 4,4 Prozent auf 389 249. Sie blieb damit knapp vor dem Hauptkonkurrenten "Le Figaro" und deutlich vor "Liberation". Zudem stieg die Zahl der Abonnenten der kostenpflichtigen Online-Ausgabe, so dass die Reichweite der Zeitung dem Verlag zufolge zunahm. (APA/dpa)