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mit Ausbreitung des Feuerbrands in Österreich

Foto. APA/ M. Hirsch

Bregenz - Die Befallssituation mit der Pflanzenseuche Feuerbrand ist in diesem Jahr bereits "katastrophal". Das erklärte der führende Feuerbrand-Experte Österreichs Gebhard Bechter am Freitag im Rahmen eines Informationstages zu der Krankheit in Dornbirn.

Erste Rodungen

Im Intensiv-Obstbau in Vorarlberg "haben wir in diesem Jahr schon die ersten Rodungen hinter uns!" Für die übrigen Bundesländer befürchtet Bechter die selbe Entwicklung in den kommenden Wochen.

Bechter, Obst- und Gartenbaureferent der Vorarlberger Landwirtschaftskammer und Bundeskoordinator für die Feuerbrand-Forschung, erklärte die Lage als "sehr frustrierend". Es gebe keine rasche Lösung, ausser den Antibiotika. Dieses wurde im März allerding definitiv verboten.

Es geht schnell

Der könnte aber rasant ansteigen. "Ich bin davon überzeugt, dass auch in den östlichen Bundesländern der Befall schon vorhanden, aber noch nicht erkannt ist", erklärte Bechter. Auch in Vorarlberg habe man Anfang Mai noch geglaubt, eine Situation wie in den Vorjahren zu haben. Dann habe sich die Situation schlagartig verändert: "Wir haben in Vorarlberg in diesem Jahr erstmals keine einzige Fläche mehr im Intensivobstbau, die nicht befallen ist. Wo im vergangenen Jahr noch gar nichts war, ist heuer kein Blütenbüschel mehr ohne Feuerbrand. Es ging von null auf fast 100! Wenn es so weiter geht, werden wir bei uns keinen Obstbau mehr haben."

Für die Erwerbsobstbauern in Vorarlberg sei der Feuerbrand bereits zur Existenzfrage geworden, beklagt Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger. Auch er ist ein Befürworter von Antibiotika und will den Druck im Ministerium erhöhen. (APA)