Doha - Der irakische Übergangs-Regierungschef Iyad Allawi will das Problem um den radikalen Schiiten-Führer Muktada al Sadr auf juristischem Wege klären. Sadrs "Mehdi"-Milizen hätten Najaf und Kufa verlassen, sagte Allawi am Samstag dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera. "Was Bruder Muktada Sadr angeht, wird er mit den vom neuen nationalen Sicherheitsrat kontrollierten juristischen Behörden sprechen", sagte der Ministerpräsident. Dabei solle es um die gegen ihn erhobenen Vorwürfe gehen. Sadr wird im Zusammenhang mit dem Mord an einem rivalisierenden Geistlichen gesucht. Zur US-Haltung, wonach Sadr getötet oder gefangen genommen werden solle, sagte Allawi, die US-Truppen würden nach der Machtübergabe "Teil der multinationalen Truppe" im Irak werden, auch wenn sie weiter unter US-Kommando stünden. Die multinationale Truppe werde "in Abstimmung und Übereinkunft mit der souveränen irakischen Regierung" handeln. (APA)