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Carina Perelli

Foto: APA/EPA/Stefan ZAKLIN
Bagdad/New York - Drei Tage nach der Bildung einer Übergangsregierung im Irak haben die Vereinten Nationen am Freitag Einzelheiten der für spätestens Anfang 2005 geplanten Wahl bekannt gegeben. Danach soll das Wahlrecht für das Übergangsparlament ethnische Minderheiten und Frauen begünstigen. Kandidaten von Minderheiten sollen Chancen bekommen

Bei der ersten freien Wahl eines irakischen Übergangsparlaments soll es keine Wahlbezirke geben. Die Wähler können ihre Stimme sowohl einer Persönlichkeit als auch einer Liste geben. Wie die Vorsitzende der UNO-Kommission für die Wahlvorbereitung, Carina Perelli, in Bagdad erklärte, sollen dadurch auch Kandidaten kleinerer Parteien und ethnischer Minderheiten die Chance bekommen, einen der 275 Parlamentssitze zu erobern. Jeder Iraker, der mindestens 500 Unterschriften sammeln kann, hat das Recht bei den für Jänner geplanten Wahlen zu kandidieren. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Frauen 25 Prozent der Sitze erhalten. Die Wählerverzeichnisse sollen auf der Basis der Listen für Lebensmittelrationen erstellt werden.

"Ich bin überzeugt, dass man in dem vorgesehenen Zeitrahmen im Irak glaubwürdige Wahlen abhalten kann", sagte Perelli. Sie warnte jedoch gleichzeitig vor übertriebenem Optimismus und verwies auf die prekäre Sicherheitslage sowie das mangelnde Vertrauen der Iraker in das Wahlverfahren. (APA/dpa/red)