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Während in Peking mehrere Menschen verhaftet wurden und jegliche Demonstration verhindert wurde, gedachten in Hongkong mehrere zehntausend Menschen dem Massaker am Tiannamen-Platz.

Foto: AP/Anat Givon
Peking/Hongkong - Am 15. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung in Peking haben rund 80.000 Demonstranten in Hongkong der Opfer gedacht. Wegen ihres autonomen Status ist die frühere britische Kronkolonie und heutige Sonderverwaltungsregion der einzige Ort in der Volksrepublik China, wo solche Kundgebungen erlaubt sind. Nach Angaben der Veranstalter nahmen rund 80.000 Menschen an einer Kerzenandacht teil. Der Organisator Lee Cheuk-yan sagte, die hohe Beteiligung zeige die Verärgerung der Hongkonger über die jüngste Intervention aus Peking, wonach es vorerst keine direkten Wahlen in der früheren britischen Kolonie geben darf. Die Bürger Hongkongs verstünden, "dass unser Kampf (für Demokratie) heute und der der Studenten 1989 (in Peking) derselbe ist", sagte Lee. (APA/dpa)