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Ein Tipp-Kicker auf dem Weg nach vorn.

Foto: APA

Wien - Eigens zur EM auf den Markt geworfene Spiele sind in Österreich Mangelware. Der Grund scheint banal, Hans Krankls Truppe hat sich nicht für Portugal qualifiziert, das lässt die Nachfrage nach Fußball-Spielzeug laut der Auskunft diverser Fachhändler automatisch sinken.

Die Spielzeugkonzerne lassen sich trotzdem nicht von der Produktion einschlägiger Ware abhalten, sie agieren global. Die Firma Lego brachte jüngst die zweite Auflage ihrer

  • "Arena der Champions" (39,99 €) auf den Markt. Das Werbeversprechen ("Unglaub-lich, wie realistisch alles ist") wird eingehalten - aus der Perspektive jener Sieben-bis Zwölfjährigen, für die das Spiel gedacht ist. Gespielt wird mit Legofiguren, die mit einem elastischen Drahtgewinde am Spielfeld befestigt sind. Mittels Aufziehen wird ein Metallball herumgekickt.

    Die Billigversion dieses Prinzips nennt sich eher wenig einfallsreich

  • "Eurosoccer" (5,99€), dabei haben die Männchen (lieblos gestaltete Gesichter und Körper) weniger Charisma als die Lego-Version, auch das Spielfeld (graue Banden) ist schmuckloser. Wer es erwachsener haben will, der fährt mit dem Klassiker

  • "Tipp-Kick" immer noch am besten. Das Spiel mit den Metallfiguren mit dem beweglichen Fuß nährt seinen Mythos mit Kontinuität, seit seiner Erfindung im letzten Jahrhundert hat es keine nennenswerten Veränderungen erfahren. Der zweifarbige, vieleckige Ball zeigt durch die jeweils oben liegende Farbe, wer kicken darf, die Torhüter hechten per Knopfdruck. Fünf Millionen Stück konnte die deutsche Herstellerfirma Mieg seit 1924 absetzen, der Boom ist ungebrochen.

    Im Gegensatz dazu scheint ein anderer Klassiker des Heimfußballspiels in Österreich so gut wie ausgestorben:

  • "Subbuteo" Dabei geht es darum, mittels einer gefühlvollen Bewegung (in Fachkreisen "Schnippen" genannt) einen in einer Schatulle befestigten Spieler dazu zu bringen, einen Plastikball Richtung Tor zu befördern. Das 1947 erfundene Spiel erfreut sich heute vor allem in Großbritannien großer Beliebtheit. Hierzulande ist Subbuteo nur im Online-Handel erhältlich. (www.subbuteoworld.co.uk). Wem das alles zu wenig anstrengend wirkt, der ist mit dem Erwerb eines Tischfußballtisches gut beraten, den gibt es heute in jedem besseren Sportfachhandelgeschäft zu erwerben (ab 50 €). Wer sich einen maßgeschneiderten "Wuzler" bauen lassen will, kann diesen ebenfalls im Internet in Auftrag geben (www.garlando.at).

    Wer Fußball lieber vor dem Bildschirm spielt, greift zum exklusiv von der UEFA lizenzierten Spiel

  • "Uefa Euro 2004" (49,99€). Programmiert hat das Spiel die Firma Electronic Arts, jenes Unternehmen, das auch jedes Jahr die "FIFA-Serie" herausbringt. Der neue Championship-Modus erlaubt den Spielern erstmals, ihr Land durch die Quali-Phase über mögliche Relegationsspiele bis ins Finale nach Lissabon führen. (Klaus Stimeder, DER STANDARD PRINTAUSGABE 5./6.6. 2004)

    Wir danken den Firmen Spielwaren Heinz (Filiale Taborstraße 27, 1020) und Piatnik für die Unterstützung.