Wien - FPÖ-Klubmann Herbert Scheibner beharrte auch am Samstag auf dem Rücktritt des SPÖ-Mandatars Josef Broukal. "Es ist einfach ungeheuerlich, dass Broukal, die FPÖ in seiner gestrigen Rede im Hohen Haus in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt hat. Dieser Redebeitrag Broukals ist ein einzigartiger Tiefpunkt im Hohen Haus", so Scheibner in einer Aussendung.

Überdies habe sich Broukal entgegen der Vereinbarung in der Präsidiale, dass er eben seine Äußerungen zurücknehmen sollte, lediglich lapidar mit den Worten "das dürfe man hier nicht sagen" entschuldigt. "Diese Vorgangsweise Broukals ist einfach inakzeptabel." SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer forderte Scheibner auf, Broukal zum Rücktritt zu bewegen.

Der FPÖ-Klubobmann kritisierte aber auch den geschäftsführenden SPÖ-Klubobmann Josef Cap, der in seiner Verteidigungsstrategie nun versuche, "andere Geschehnisse im EU-Wahlkampf mit dieser ungeheuerlichen Entgleisung Broukals zu vergleichen und somit Broukals Agieren zu verharmlosen".

Den Rücktritt Broukals forderte am Samstag auch der FPÖ-Abgeordnete Uwe Scheuch. Wenn jemand eine österreichische Partei in die Nähe des Nationalsozialismus rücke, habe dieser im Parlament nichts verloren. (APA)