Jeddah - In Saudiarabien hat sich die Polizei in den frühen Morgenstunden des Samstag erneut Schusswechsel mit Moslem-Extremisten geliefert. Die Extremisten hätten in der Stadt Jeddah am Roten Meer aus fahrenden Autos heraus auf Polizisten geschossen, verlautete aus Sicherheitskreisen. Anschließend habe die Polizei die Verfolgung der Täter aufgenommen.

Erst am vergangenen Wochenende hatten Mitglieder der Extremisten-Organisation El Kaida in der Stadt Khobar 22 Menschen getötet, darunter 19 Ausländer. Die anhaltende Gewalt hat die Sorgen um die Sicherheit in dem weltgrößten Ölexport-Land genährt und zum jüngsten Rekordanstieg des Ölpreises beigetragen.

Am Freitag hatte El Kaida auf einer Internet-Seite den auf den Anschlag in Khobar folgenden Anstieg des Ölpreises als Sieg in ihrem Kampf gegen das regierende Königshaus gefeiert. Das Attentat in Khobar war nach einem Überfall auf eine Ölfirma in Janbu am Roten Meer bereits der zweite Angriff auf die Ölindustrie des Landes innerhalb eines Monats. Die stark geschützte Infrastruktur der Öl-Produktion ist von den Extremisten bisher jedoch nicht getroffen worden und die Öl-Lieferungen wurden nicht beeinträchtigt.

Seit längerem kommt es in Saudiarabien verstärkt zu Anschlägen von Anhängern El Kaidas, deren Chef Osama bin Laden in dem Königreich geboren wurde. Ende Mai hatte ein El-Kaida-Anführer in Saudi-Arabien seine Anhänger zu einem Guerilla-Krieg in den Städten des Landes aufgerufen. (APA/Reuters)