London - Etwa 550 britische Kriegsveteranen sind am Samstag mit einer kleinen Flotte von Kriegsschiffen, Fähren und Booten aus dem Hafen von Portsmouth ausgelaufen. Mit einer symbolischen Ärmelkanal-Überquerung wollen sie an die Landung der Alliierten in Nordfrankreich vor 60 Jahren erinnern. Historische Kriegsflugzeuge vom Typ Spitfire und Lancaster überflogen die Schiffe. Insgesamt werden an diesem Wochenende über 12.000 britische Veteranen an den D-Day-Gedenkfeiern in Nordfrankreich teilnehmen. 105 D-Day-Veteranen sind am Samstag in die französische Ehrenlegion aufgenommen worden.

In einer Zeremonie am Pariser Invaliden-Dom zeichneten die französische Verteidigungsministerin Michele Alliot-Marie und Außenamtschef Michel Barnier 99 ehemalige US-Soldaten aus, die am 6. Juni 1944 an der Landung in der Normandie beteiligt gewesen waren. Ein 100. Veteran, Charles Hostler aus San Diego, wird am (morgigen) Sonntag im Rahmen der Hauptzeremonie in Arromanches am Gold-Beach von Staatspräsident Jacques Chirac zum Mitglied der Ehrenlegion ernannt. In Anwesenheit von 24 Staats- und Regierungschefs soll dort jeweils ein ehemaliger Soldat aus jedem der 14 an der Landung beteiligten Staaten geehrt werden.

Am Samstag wurden in Ouistreham in der Normandie auch sechs heute zwischen 80 und 85 Jahre alte Veteranen des 177 Mann starken französischen Kommandos Kieffer ausgezeichnet, das 1944 mit britischen Soldaten an Land ging und das von den Deutschen zu einem Bunker umgebaute Casino des Küstenorts eroberte.

Zahlreiche US-Veteranen, für die am Freitag auf dem Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle der rote Teppich ausgelegt wurde, sind umsonst in Luxushotels der französischen Hauptstadt untergebracht. (APA/dpa/AP)