Frankfurt/Singapur - Die Deutsche Lufthansa erhöht wegen der gestiegenen Ölpreise ihre Ticketpreise bei Interkontinental-Flügen um drei Prozent. Damit folgt sie zum Teil einem Beschluss der Luftfahrtorganisation IATA, die Preiserhöhungen von bis zu fünf Prozent empfohlen hatte. Innereuropäische Flüge oder Sonderangebote sind von der Preisanhebung zum 1. Juli nicht betroffen, sagte eine Sprecher der Lufthansa am Samstag in Frankfurt. Die Preiserhöhung steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Bundesregierung.

Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber erklärte in Singapur, die Lufthansa sehe den derzeit hohen Ölpreis gelassen. "Wir haben gut vorgesorgt", sagte Mayrhuber am Rande einer Tagung des Luftfahrtbündnisses Star Alliance. Die Lufthansa hat sich mit entsprechenden Verträgen zu einem großen Teil gegen plötzliche Veränderungen bei den Ölpreisen abgesichert. Zugleich verwies Mayrhuber darauf, dass auch die moderne Flotte beim Sparen helfe. "Unser neuer Airbus A340-600 verbraucht 23 Prozent weniger Kraftstoff als die Boeing 747-200."

Die sonst im Frühjahr übliche Preiserhöhung hatte die Lufthansa in diesem Jahr ausfallen lassen. Allerdings werden sich die Preise von Herbst an automatisch durch das neue Vertriebsmodell erhöhen - nach Auffassung des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbandes um rund 6,5 Prozent.

Außerdem waren zum 1. April die Preise für die Business-Class in Europa um sechs Prozent angehoben worden. Dies hatte die Lufthansa mit der Aufwertung der Business-Class begründet, in der die Passagiere jetzt deutlich mehr Platz bekommen. Einen speziellen, zusätzlichen Treibstoffaufschlag plant Lufthansa im Gegensatz zu einigen anderen Gesellschaften nicht. (dpa)