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Guillermo Coria geht als Favorit ins Endspiel von Roland Garros 2004.

Foto: AP/Ena

Paris - Nach dem russischen Frauen-Finale kommt es bei den French Open in Paris am Sonntag bei den Herren erstmals zu einem rein argentinischen Endspiel. Der hoch favorisierte Guillermo Coria trifft ab 15 Uhr auf Gaston Gaudio. Coria ist wegen seiner eindrucksvollen Sand-Bilanz (48 der letzten 50 Matches gewonnen) Favorit. Gewinnt er das Finale, löst er Roger Federer als Nummer eins im Champions Race ab.

Der 25-jährige Gaudio ist einer von zwei Argentiniern, die Coria schon geschlagen haben. 6:3,7:6 gewann er vor drei Jahren in Buenos Aires und das war mit ein Grund, warum Coria (22) nach seinem Halbfinal-Sieg über den Briten Tim Henman trotz seiner 3:1-Führung im Head-to-Head zurückhaltend reagierte.

Gaudio: "Muss daran glauben"

"Es wäre verrückt, jetzt schon zu feiern. Gaston hat den gleichen Traum wie ich, nämlich die French Open zu gewinnen." Dem auf Platz 44 liegenden und daher in Paris ungesetzten Gaudio ist klar: "Ich werde unglaublich gut spielen müssen. Aber ich muss daran glauben, dass ich gewinnen kann. Dann kann ich es auch."

Beide Halbfinali verliefen bemerkenswert. Im ersten besiegte Gaudio seinen favorisierten Landsmann David Nalbandian glatt 6:3,7:6,6:0, im zweiten drohte Coria gegen Henman ein ähnliches Halbfinal-Debakel wie im Vorjahr, als er dem Niederländer Martin Verkerk unterlegen war. Henman führte 6:3,4:2, ehe Coria die Partie doch noch in den Griff bekam und 3:6, 6:4, 6:0,7:5 gewann.

Sandplatz-König Coria steht in Roland-Garros nun vor der Krönung. Aber Gaudio spielt in Paris aber das "Turnier meines Lebens". Zwei Jahre ist es her, seit der 25-Jährige vergleichbar stark spielte. Damals feierte er hintereinander in Barcelona und Palma de Mallorca seine einzigen Turniersiege. (APA)