"Das ist nicht möglich": Vibjorn Madsen erteilt den Wünschen der Styria Medien AG im Gespräch mit dem STANDARD eine Abfuhr, die das "Wirtschaftsblatt" ganz übernehmen will.

Madsen spielt dabei ab 1. September eine entscheidende Rolle: Dann übernimmt er von Hasse Olsson das Management von Bonnier Business Press. Zu dieser Holding des hoch profitablen schwedischen Verlagsriesen Bonnier gehören neben dem Stockholmer "Dagens Industri" auch Wirtschaftszeitungen in Dänemark, Polen, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien und eben die Hälfte am österreichischen "Wirtschaftsblatt".

Die andere Hälfte gehört dem Verlag ET Multimedia, an dem sich die Styria zu Jahresbeginn mit zunächst knapp unter 25 Prozent beteiligte. Der Grazer Konzern will, wie berichtet, Die Presse in die ET Multimedia einbringen und ihre Beteiligung so auf eine deutliche Mehrheit ausbauen. Parallel dazu hofft die Styria, das "Wirtschaftsblatt" ganz zu übernehmen.

"Wir haben Ihnen auch angeboten, ihre Hälfte zu kaufen", sagt Bonnier-Manager Madsen auf Anfrage. Seine Perspektive: "Wir leben schon so lange mit diesen 50:50-Besitzverhältnissen, dabei wird es wohl auch bleiben." Bonnier hat 50 Prozent und eine Stimme bei internen Entscheidungen.

Madsen ist bisher internationaler Projektmanager von Bonnier Business Press und steht als Herausgeber im Impressum des "Wirtschaftsblatt". (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 7.6.2004)