Die Russin Veronika wartet darauf, dass ihr Geliebter Boris aus dem Krieg gegen Hitler-Deutschland nach Hause kommt. Der Nachricht eines Kriegskameraden, dass Boris gefallen ist, will Veronika nicht glauben und eilt bei Kriegsende zum Bahnhof, wo man die heimkehrenden Soldaten empfängt - während Kraniche über den Himmel Moskaus fliegen. "Die Kraniche ziehen" ist ein so genannter "Tauwetter"-Film: Nach Stalins Tod ermöglichte die KPdSU unter Chruschtschow die Auseinandersetzung mit den Dogmen des Stalinismus und erfolgt bei Kalatosow ("Soy Cuba") eine individuelle, selbstkritische Sicht des sowjetischen Lebens im letzten Krieg.