Singapur - Die Lufthansa werde kein neues Angebot für eine Beteiligung an der Swiss legen, sagte Lufthansa-CEO Wolfgang Mayrhuber gegenüber Journalisten bei einem Treffen der Star-Alliance-Chefs. "Die Swiss-Frage ist hypothetisch, unser Konzept ist nicht goutiert worden." Die von der Lufthansa begangene Kapitalerhöhung, die rund 730 Mio. Euro brachte, sei ausschließlich zur Finanzierung der Airbus A380 - dem "Riesenjumbo" - bestimmt.

Geringer Eigenkapitalanteil

Die Airlineindustrie habe mit rund 15 Prozent einen vergleichsweise geringen Eigenkapitalanteil, darum sei er den Weg an die Börse gegangen, erklärte Mayrhuber auf Anfrage des STANDARD. Insgesamt bezifferte er die Kosten für 15 der riesigen A380 und deren Inbetriebnahme bei der Lufthansa mit 4,7 Mrd. Euro; durch das frische Kapital würde man den Eigenkapitalanteil der Lufthansa gleichhalten. Die A380 sollen die Jumbos 747 von Boeing als größte Passagierflugzeuge der Welt ablösen. Je nach Bestuhlung haben in den doppelstöckigen Airbussen 450 bis 750 Passagiere Platz. (spu, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 07.06.2004)