Wien/Salzburg - Andreas Goldberger lässt der Skisprungsport vorerst noch nicht los. Der 31-jährige Oberösterreicher erklärte in der ORF-TV-Sendung "Sport am Sonntag", dass er trotz des nicht nach Wunsch verlaufenen Winters 2003/2004 noch eine Saison anhängt. Diesen Entschluss verkündete er in Salzburg nach einem einwöchigen Urlaub in Tunesien. Da er sich körperlich und mental gerüstet fühlt, um im WM-Winter 2004/2005 an der Spitze mitmischen zu können, macht Goldberger weiter.

"Zum Aufhören zu früh"

Während der vergangenen Saison hatte sich "Goldi" hin und wieder Gedanken über ein mögliches Ende seiner erfolgreichen Karriere gemacht, doch nach vielen Gesprächen sowie seinem jüngsten Solo-Urlaub ("Da hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, da habe ich viel in mich hineingehört") kam er zur Ansicht, dass es für ein Aufhören doch noch zu früh ist. "Ich bin körperlich besser beisammen als in der vergangenen Saison und bin auch mental gut drauf", sagte der dreifache Weltcup-Gesamtsieger.

"Nochmals voll angreifen, denn ich habe noch viel Spaß beim Skispringen", lautet die Devise vor dem kommenden WM-Winter mit den Nordischen Titelkämpfen in Oberstdorf, die natürlich wie immer auch für ihn ein großes Saisonziel sind. "Bei einer WM will man immer um die Medaillen mitkämpfen." Ob dies nun seine letzte Saison sein wird, darauf wollte sich der frühere Skiflug-Weltrekordler nicht festlegen. "Ich werde alles geben und dann schauen wir weiter."

Entscheidung auf Grund einiger Faktoren

Mit entscheidend für seinen Entschluss waren auch verschiedene andere Faktoren. So die weitere volle Unterstützung durch seinen Sponsor (Red Bull), das neue ÖSV-Trainerteam unter der Leitung von Alexander Pointner sowie das neue FIS-Reglement, mit der Einführung von Gewichtskontrollen im Skispringen und der damit verbundenen größeren Chancengleichheit.

Sein Manager Edi Feder hätte zwar Andreas ("Er hat mir den Job sehr schmackhaft gemacht") schon gerne in seinem Team gehabt, doch selbst diese interessante berufliche Perspektive konnte Goldberger derzeit noch nicht zum Aufhören bewegen. Federer: "Er kann ja auch in einem Jahr bei mir anfangen." (APA)