Bagdad - Der irakische Übergangspräsident Ghazi al Yawar hat erneut ein Ende der Gewalt gegen die Koalitionsstruppen gefordert. Die Anschläge von aufständischen Irakern "verlängern die Besatzung und behindern die demokratische Entwicklung", sagte er am Sonntag in einem Fernseh-Interview mit dem Sender El Arabija. Wenn sich die Sicherheitslage im Irak stabilisiere, könnte die Übergangsregierung die ausländischen Truppen auffordern, das Land zu verlassen, sagte der Präsident.

Die Interimsregierung hatte in den vergangenen Tagen mehrfach deutlich gemacht, dass die US-geführten Koalitionstruppen wegen der prekären Sicherheitslage zunächst auch nach der für den 30. Juni geplanten Machtübergabe im Land bleiben müssten.

In einem Brief an die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates schlug der designierte Ministerpräsident Iyad Allawi am Samstag vor, irakische Militärausschüsse sollten die Zusammenarbeit mit den bisherigen Besatzungstruppen koordinieren. Militärische Entscheidungen dürften nicht ohne Zustimmung seiner Regierung getroffen werden, betonte Allawi im Gespräch mit dem britischen Fernsehsender BBC. (APA/AP)