Jakarta - Unbekannte haben in der indonesischen Hauptstadt Jakarta nahezu zeitgleich vier Kirchen überfallen und verwüstet. Die Angreifer seien am Sonntag während des Gottesdiensts in die Kirchen gestürmt, hätten das Kirchengestühl zertrümmert und Fenster eingeschlagen, teilte die Polizei am Montag mit. In einer der Kirchen hätten die Angreifer den Pfarrer verprügelt. Er sei dabei leicht verletzt worden. Vier Menschen seien im Zusammenhang mit den Überfällen, die sich innerhalb einer halben Stunde ereigneten, festgenommen worden. Zu den Motiven machte die Polizei keine Angaben. Indonesien ist das bevölkerungsreichste moslemische Land der Welt, 88 Prozent seiner Bürger sind Moslems. Allerdings ist der Islam nicht Staatsreligion, die Regierung tritt für religiöse Toleranz ein. Etwa acht Prozent der Indonesier sind Christen. (APA)